Umfassende und effektive Klimaschutzmaßnahmen sind notwendig, um eine nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Zwar zeigt sich in Umfragen weltweit häufig sehr große Unterstützung für weitreichenden Klimaschutz, allerdings regt sich sowohl auf lokaler als auch nationaler und internationaler Ebene häufig Widerstand gegen konkrete Maßnahmen (z.B. Windräder, Kürzung der Subventionierung von Agrar-Diesel). Von welchen individuellen Faktoren (z.B. Weltanschauungen, Vertrauen in Institutionen) hängt es ab, ob Menschen Klimaschutzmaßnahmen und Transformationsprozesse befürworten oder ablehnen? Welche Rolle spielen dabei Elemente der Politikgestaltung (z.B. Verfahrens- und Verteilungsgerechtigkeit, Regulationstiefe)? Wie nehmen politische Kommunikation und die gezielte Verbreitung von Falschinformationen und Verschwö-rungstheorien Einfluss auf menschliches Erleben und Handeln? Diese und ähnliche Fragestellungen erforschen die Studierenden im Rahmen dieses Forschungspraktikums, welches im Sommersemester 2026 auch als Humboldt-Reloaded Seminar angeboten wird, in empirischen Projektarbeiten. Die Lehrveranstaltung fördert den interdisziplinären Austausch zwischen Studierenden zum Querschnittsthema Nachhaltigkeit und vermittelt Methoden der empirischen und quantitativen Analyse gesellschaftlich relevanter Fragestellungen. Durch ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden psychologischen Prozesse werden die Studierenden befähigt, zu einer sozial tragfähigen und ökologisch wirksamen Gestaltung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Transformationsprozessen in ihrer jeweiligen Domäne (z.B. Agrarpolitik, Management) beizutragen.