DE / EN

Expertin für menschliche Vielfalt

An der Universität Hohenheim spielt biologische Vielfalt eine zentrale Rolle in Forschung, Studium und Lehre. Für gute Rahmenbedingungen und gerechtere Chancen in Bezug auf die menschliche Vielfalt als wichtiger Bestandteil sozialer Nachhaltigkeit arbeitet unsere Referentin für Diversität, die wir Ihnen auf dieser Seite vorstellen. 

Foto: Eine Person steht vor dem Schloss Hohenheim und trägt einen blauen Hoodie mit dem Aufdruck 'Universität Hohenheim 1818'. Im Hintergrund ist das historische Gebäude mit symmetrischen Fenstern sichtbar.

Kathrin Schopenhauern

Referentin für Diversität

 

In welchem Bereich der Uni­versi­tät arbeiten Sie und was sind konkrete Beispiele für ihre Aufgaben? 

Ich arbeite im Büro für Gleichstellung und Diversität. Als Referentin für Diversität bin ich sowohl für Studierende als auch für die Beschäftigten und Lehrenden der Uni­versi­tät ansprechbar. Ein konkretes Beispiel für meine Aufgaben ist das Thema Nachteilsausgleich: Studierende mit einer Behinderung oder einer Erkrankung wenden sich an mich, wenn sie im Studium oder für Prüfungen einen individuellen Ausgleich für ihre Einschränkung beantragen möchten. Das kann z.B. eine verlängerte Schreibzeit in der Prüfung sein. Hierbei berate ich die Studierenden.

Inwiefern hat Ihre Arbeit Berührungspunkte mit dem Thema Nachhaltigkeit? 

Diversität - also Vielfalt – ist einerseits ein wichtiger Faktor für Stabilität und Gerechtigkeit. Durch gelebte und strukturelle Inklusion an der Uni­versi­tät wird soziale Ungleichheit bekämpft und der soziale Zusammenhalt gefördert. Ein Beispiel hierfür: wir bemühen uns darum, Studierende zu akquirieren, die als erste Person ihrer Familie ein Studium aufnehmen, so genannte First-Generation-Studierende. Damit wird die akademische Bildung in Bereiche der Gesell­schaft getragen, in denen sie bislang nur am Rande vorkam. Die Ungleichheiten in der Teilhabe an akademischer Bildung können so verringert werden.

Auf der anderen Seite entstehen durch vielfältige Perspektiven Innovationen, was im Kosmos der Uni­versi­tät unverzichtbar ist. Wir haben zum Beispiel einen großen Anteil internationaler Wissen­schaftler*innen, die mit ihrer Arbeit inhaltlich und kulturell einen Mehrwert für die Uni­versi­tät schaffen.

Welche Fragen oder aktuellen Herausforderungen sollten aus Ihrer Sicht in diesem Kontext prioritär an der Uni­versi­tät bearbeitet werden? 

In unserer Gesell­schaft im Allgemeinen und an der Uni­versi­tät im Speziellen ist Vielfalt „angekommen“. Die Herausforderung dabei ist aus meiner Sicht, alle Personengruppen zu sehen und mitzunehmen. Die Vielfalt der Perspektiven ist riesig – dabei spielt die Kommuni­kation eine wichtige Rolle. Wir können als vielfältige Uni­versi­tät nur gewinnen, wenn wir mit allen Personen wertschätzend, offen und sachlich kommunizieren. Diskriminierung, auch und vor allem in den sozialen Medien (Hate Speech) nimmt stetig zu. Hier müssen wir aktiv gegensteuern und positive Gegenmaßnahmen ergreifen. 

Wie kann jede:r Uni­versi­tätsangehörige selbst zur vielfaltsgerechten Uni­versi­tät beizutragen? 

Wie oben erwähnt, ist für mich die Kommuni­kation der Schlüssel für eine funktionierende vielfaltsgerechte Uni­versi­tät. Die Uni­versi­tät IST vielfältig und dies ist bewusst so gewollt. Durch einen offenen und sachlichen Umgang miteinander lernen wir voneinander und arbeiten miteinander, statt gegeneinander. 

Vielen Dank für das Gespräch!

April 2026

Steckbrief

Name: 
Kathrin Schopenhauer 

Rolle: 
Referentin für Diversität

Ein Lieblingsort an der Universität: 
Mein Büro: Das Büro für Gleichstellung und Diversität befindet sich in der Emil-Wolff-Straße 30 im 2. OG. Das Besondere ist, dass es in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht ist. Unser Büro ist also eigentlich eine Wohnung und so fühlt es sich auch an: gemütlich und einladend.

Mein Tipp für gute Laune:
Ein Kaffee in der Sonne