Rat und Tat fürs Rad parat
Sven Marhan hat den Hohenheimer Radskeller mit aufgebaut und wechselt regelmäßig vom Schreibtisch zum Werkzeugkasten. Im Gespräch erzählt er mehr über diese wichtige „Institution“ auf dem Campus.
Sven Marhan hat den Hohenheimer Radskeller mit aufgebaut und wechselt regelmäßig vom Schreibtisch zum Werkzeugkasten. Im Gespräch erzählt er mehr über diese wichtige „Institution“ auf dem Campus.
Zusammen mit anderen Fahrradaffinen habe ich Ende 2010 den Hohenheimer Radskeller initiiert. Damals noch im Treppenhaus des AStA Gebäudes, dann zwischenzeitlich im ehemaligen Kiosk (das dem Audimax weichen musste) und derzeit im Ottilie-Zeller-Weg 8. Der Hohenheimer Radskeller ist eine studentische Radwerkstatt, die sich zum Ziel gesetzt hat Studierenden und Mitarbeitern der Uni Hohenheim und der Bevölkerung aus den umliegenden Ortschaften die Möglichkeit zu geben ihr Fahrrad unter Anleitung entweder selbst zu reparieren oder gegen ein Spende reparieren zu lassen. Hierbei werden, wenn möglich gute gebrauchte Teile verwendet und so das Recycling von Material gefördert. Der Radskeller bietet auch günstig Leihräder (Die HohRent-Räder) an, die sich vor allem bei Gaststudierenden großer Beliebtheit erfreuen. Ich organisiere ehrenamtlich im Radskeller Teilebestellungen, gebe Workshops rund um die Fahrradinstandhaltung und schraube natürlich immer noch gerne im Radskeller mit.
Wir helfen bei der Reparatur der Fahrräder, geben Anleitungen zum Selberschrauben oder reparieren auch Räder, die bei uns gelassen wurden, wenn es was Komplizierteres ist. Wichtig ist uns immer, dass wir auf sicherheitsrelevante Mängel der Räder hinweisen. Da haben wir schon einiges gesehen mit dem wir nicht mehr fahren würden. Und natürlich der Recycling-Gedanke, dass man alte, faktisch wertlose Räder nicht wegwirft, sondern wieder fit und nutzbar macht. Unterstützung können wir immer gebrauchen, entweder durch weitere SchrauberInnen, durch gespendete Fahrräderräder oder Teile und aktuell könnten wir Abstellmöglichkeiten (Schuppen, Garage o.Ä. ) gebrauchen um die Räder vor Wind und Wetter zu schützen.
Einfach zu den Öffnungszeiten vorbeikommen und mit uns sprechen, am besten das Fahrrad gleich mitbringen. Alternativ geht auch der Kontakt per E-Mail, aber persönlich lässt sich vieles viel einfacher klären, also gerne vorbeikommen.
Da ich ja schon eine Weile an der Uni Hohenheim bin, habe ich eine deutliche Zunahme an Radfahrern über die letzten Jahre festgestellt, sowohl bei den Studierenden als auch bei den Mitarbeitern.
Mehr und bessere, sprich überdachte Radständer sollten vorhanden sein und auch dort, wo diese gebraucht werden (vor den Hörsaalgebäuden). Es braucht dringend bessere Regelungen (Zebrastreifen, bzw. markierte Flächen) für die Querungen der Straßen an der Kurve in der Garbenstraße, aber auch in der Emil-Wolff-Str. (an Euroforum und Mensa). Weiterhin wären Radspuren in der Garben- und Fruhwirthstraße sehr hilfreich.
Ein Angebot zur unkomplizierten Ausleihe von Lastenrädern für Studierende, aber auch für Mitarbeiter wäre super. Und natürlich mehr Platz um Fahrräder einzulagern, und einen präsenteren Platz für den Radskeller an sich (und vor allem einen rechtzeitigen Ersatz, wenn unsere derzeitig genutzten Räumlichkeiten abgerissen werden).
Name:
Dr. Sven Marhan
Rolle:
Akademischer Oberrat im Fachgebiet Bodenbiologie und ehrenamtlich Aktiver im Hohenheimer Radskeller
Ein Lieblingsort an der Universität:
Natürlich der Radskeller
Mein Tipp für gute Laune:
Bei Sonnenaufgang zur Uni radeln – und natürlich im Radskeller an Fahrrädern schrauben