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Gemeinsam Gutes voranbringen

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich neben dem Studium zu engagieren, auch auf dem Campus unserer Universität. Saskia Regorius bringt sich beispielsweise bei der Organisation der Grünen Hütte des AKN und schätzt es voneinander zu lernen und gemeinsam das Unileben mitzugestalten. 
 

Foto: Eine Person trägt einen blauen Hoodie mit der Aufschrift 'Universität Hohenheim 1818' und steht auf einem Campusweg mit Bäumen im Hintergrund.

Saskia Regorius

Aktive Studierende im Arbeitskreis Nachhaltigkeit

Sie engagieren sich im Arbeitskreis Nachhaltigkeit (AKN) der Uni­versi­tät. Was bedeutet das und wie kam es dazu?

Die Teilnahme am Modul „Exploring Regional Trans­formation through Utopias“ im Sommer 2025 hat mich sehr inspiriert, da wir viele Orte besucht haben, an denen Menschen gemeinsam an nach­haltigen Projekten arbeiten und Diese Leben. Dieses inter­aktive Lernformat legte in ihren Prüfungsleistungen unter Anderem großen Wert auf Selbstreflektion. Das ganzheitliche Lernkonzept hat es mir ermöglicht, Wissen und Eindrücke aus allen Lebensbereichen in den wissen­schaftlichen Kontext einzuordnen und dadurch intensiver zu erfassen. Kurze Zeit darauf habe ich die tolle Möglichkeit bekommen, als studentische Hilfskraft bei Anna Struth im T.R.E.E.- Projekt mitzuwirken, und unter anderem ein Lehrsymposium mit organisieren zu dürfen. Durch die enge Zusammenarbeit von Lehre und Studis des AKN, hat sich hier für mich die Gelegenheit ergeben, mich im AKN zu engagieren. Der AKN ist eine Studentische Gruppe, in der alle Menschen mit Ideen und Projekten zu Nachhaltigkeit an unserer Uni und darüber hinaus willkommen sind und sich gemeinsam engagieren. AKN hatte die Module des T.R.E.E Projektes unter anderem mit entwickelt.

Der AKN organisiert auch die jährliche „Grüne Hütte“ (Green Hut). Was genau hat es damit auf sich und wer kann daran teilnehmen? 

Bei der Grünen Hütte handelt es sich um eine mehrtägige „Ausfahrt“ ins Grüne von Studis für Studis der Uni Hohen­heim organisiert. Wir bieten verschiedenste Workshops um das Thema Nachhaltigkeit an, wobei es an Kreativität, Spaß und leckerem Selbstgekochtem Essen (aus geretteten Lebensmitteln) nicht fehlen darf. Das Programm und somit die Workshops oder kreativen Bestandteile, wie Linolschnitt, Tanz, Yoga.. wurden gemeinsam von Studis geführt und geplant. Ziel ist es, einen Raum für Austausch zwischen Menschen und verschiedenen Studentischen Gruppen zu schaffen, die alle interessiert an Nachhaltigkeit sind. Inspiration und Gemeinschaft wären zwei Schlagwörter, mit denen ich die Grüne Hütte beschreiben würde. 

Was gibt es aus der Perspektive Studierender an der Uni­versi­tät zu verbessern, wenn wir über Umweltschutz, Barrierefreiheit oder andere Themen sprechen, die mit einem nach-haltigeren Campus zu tun haben? Was wären aus Ihrer Sicht die drängendsten Punkte? 

Wir brauchen mehr Outdoor-Lernräume und Möglichkeiten sich am Campus aufzuhalten und vernetzen zu können. Das auch nach 16 oder 17 Uhr, wenn die Cafete und Cafeteria schließen. Während die Outdoor- Lernräume gleichzeitig auf ein ganzheitlicheres Format der Lehre anspielen und auch für das Selbststudium wichtig wären, geht es bei den Vernetzungsräumen um die Gemeinschaft unserer Uni­versi­tät. 

Was hat Sie im Rahmen Ihres Engagements begeistert – und was brauchen Studierende aus Ihrer Sicht, damit studentisches Engagement dauerhaft Spaß macht?

Die Möglichkeit, sich mit anderen Studis über Ideen und drängende Themen austauschen zu können, war sehr wichtig für mich. Dann aber zu realisieren, wie jede Person andere wertvolle Fähigkeiten und Wissen in ein Projekt bringt und wir gemeinsam die Möglichkeit und Power haben, Dinge am Campus zu verändern und im besten Fall andere Menschen für mehr Engagement zu inspirieren. Wir versuchen gemeinsam mehr Nachhaltigkeit an den Campus zu bringen und was gibt es Schöneres. Leider ist es sehr schwierig, das persönliche Engagement an oft mehreren Stellen aufrecht zu erhalten, während es natürlich mehrere Prioritäten gibt, wo das Studium an sich ganz oben steht. Zusätzlich zu meinem Engagement an der Uni habe ich viele außer- universitäre Weiterbildungen besucht und durch diese beiden Felder meinen individuellen Weg des Lernens verstärken können. Es wäre toll, wenn diese Aktivitäten durch einen Ausbau des Portfolio Moduls unterstützt werden könnten. Dies würde helfen, Input aus anderen Bereichen in mein Studium zu bringen und mich in den Bereichen zu befähigen, die mir persönlich wichtig sind.

Und jetzt ganz konkret: Wie kann ich aktiv werden, wenn ich mich als Studierende:r aktiv in die Gestaltung der Uni einmischen möchte? Wie kann ich beim AKN mitmachen?

Wir haben jeden zweiten Montag um 18 Uhr ein AKN-Meeting, welches wir im wunderschönen Green Office ausrichten dürfen. Für das leibliche Wohl ist durch unser Potluck Dinner gesorgt, bei dem jede Person etwas veganes zum Teilen für alle mitbringen kann (das ist natürliche keine Teilnahmebedingung). Du kannst einfach unangemeldet vorbei schauen und ein paar Einblicke in unsere laufenden Projekte bekommen. Deine Meinung und Ideen sind für uns sehr wertvoll! Natürlich darf es an Kreativität und Spaß nicht fehlen, also lass dich überraschen! 

Vielen Dank für das Gespräch!

Juni 2026 

Steckbrief

Name: 
Saskia Regorius

Rolle: 
Studentin der Agrarwissenschaften im Master „Transformation Management for Sustainable Agri-Food Systems“, Mitglied im Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Aktive in Green Teams

Ein Lieblingsort an der Universität: 
Der botanische Garten, das Green Office und die Cafete.

Mein Buchtipp:
„Caliban and the Witch” von Silvia Federici